| |
|
Bundesverband der
Lebensmittelchemiker/-innen
im öffentlichen Dienst e.V. (BLC)
|
 |
Tafel 13
Über gesundheitliche Risiken
eine grobe Abschätzung
Von einer Menschenmenge X fühlen sich - bei gesicherter Ernährungslage
- 2/3 im Allgemeinen gesund und wohl, aber
- 1/3 hat irgendwelche Beschwerden oder Krankheiten.
Diese sind zu
- 2/3 Infektionen, Degenerationserscheinungen, Unfälle etc., aber
- 1/3 ist irgendwie ernährungsbedingt.
Davon sind entstanden
- 2/3 durch ein Zuviel, meist zuviel Kalorien, Fett, Alkohol etc.,
- 1/3 durch ein Zuwenig, meist zuwenig Sorgfalt.
Dies betrifft zu
- 2/3 zuwenig Hygiene in der Küche und im Kühlschrank, und zu
- 1/3 zuwenig Sorgfalt beim Vermeiden von Schadstoffen.
Diese Stoffe sind zu
- 2/3 natürliche Inhaltsstoffe von Pflanzen oder Lebensmitteln, wie Solanin, Atropin, Nikotin, Amantin, Ethanol usw., aber zu
- 1/3 durch menschliches Zutun in díe LM gelangt
Sie sind zu
- 2/3 ungewollte LM-Kontaminanten, wie Toxine, Umweltchemikalien, Rückstände von landwirtschaftlichen Produktionshilfen etc., und
- 1/3 gewollt den Lebensmitteln zugesetzt worden.
Dies geschah bei
- 2/3 aus Geschmacks- oder Gesundheitsgründen durch Kräuter, Gewürze, Körnchen, Ballaststoffe, Fremdeiweiß, etc., aber zu
- 1/3 aus technologischen Gründen, z.B. als Zusatzstoffe .
Deren Risiken stammen zu
- 2/3 aus der Verwendung unzulässiger Stoffe und Anwendungen, wären also Fälle für die Überwachung, und zu
- 1/3 als das "kalkulierte Risiko" beim Abwägen von Nutzen / Schaden bei der Zulassung.
Dieses 0, 015%-Risiko besteht zu
- 2/3 in individuelle Unverträglichkeiten, z.B. Allergien, und zu
- 1/3 darin, daß der ADI-Wert (= die absolut sichere Tagesdosis) mal überschritten wird.
Ernährungsrisiken kommen also primär aus dem Essverhalten und zweitens aus dem Putzverhalten; der Beitrag der "Chemie" ist nur gering. Mit weiteren, strengeren Vorschriften ließe sich nicht mehr viel erreichen.
Kurz: Die gefährlichsten Stoffe in unseren Lebensmitteln sind:
Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate.
|