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Bundesverband der
Lebensmittelchemiker/-innen
im öffentlichen Dienst e.V. (BLC)
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Tafel 14
Zusatzstoffe und Allergien
Jeder Stoff wird auch auf eine eventuelle allergisierende Wirkung geprüft.
Der Begriff "Allergie" wird für recht verschiedenartige Erscheinungen verwendet, wie
- Aversion, d.h. persönliche Abneigung gegen einen Stoff, einen Geschmack oder eine bestimmte Herstellweise,
- Intoleranz, d.h. Unverträglichkeit wegen eines Enzymdefektes, wie z.B. der Diabetiker den Zucker nicht richtig abbauen kann,
- Pseudoallergie, d.h. übertriebene Reaktionen einzelner Körperzellen, aber nicht des Immunsystems,
- echte Allergie, d.h. Abwehrreaktion des Immunsystems gegen Eindringlinge.
Gemeinsam ist ihnen, daß bei entsprechend disponierten Personen schon erstaunlich kleine Mengen in erstaunlich kurzer Zeit heftige Haut-, Schleimhaut-, Benommenheits- oder sonstige Abwehrreaktionen auslösen können.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind fast immer allergische Abwehrreaktionen auf fremd erscheinendes Eiweiß und seine Verbindungen. Von einem 6-Korn-Brot oder einem 12-Korn-Müsli geht wegen der vielen ungewohnten Eiweißbestandteile ein hohes Allergierisiko aus. Manche Eiweiße verlieren beim Erhitzen ihre allergisierende Wirkung, aber leider nicht alle.
Zusatzstoffe sind an Allergien sehr viel seltener beteiligt, als allgemein angenommen wird.
Die mit der Beurteilung von Lebensmitteln und Zusatzstoffen befaßten Toxikologen-Gremien kamen übereinstimmend zu der Meinung, daß
- die Zusatzstoffe an Allergien nur einen geringen Anteil haben,
- Stoffe, die häufige oder schwere Unverträglichkeitsreaktionen auslösen, nicht als Zusatzstoffe zugelassen werden sollen (Das ist berücksichtigt),
- bei Stoffen, bei denen solche Reaktionen nur selten festgestellt werden und leichter verlaufen, die Kennzeichnung auf dem Lebensmitteletikett die geeignetste Schutzmaßnahme darstellt.
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