Tagungsbericht aus DresdenGrußwort von Sozialminister Dr. Hans GeislerExakt zehn Jahre nach dem denkwürdigen 8. Oktober 1989 erinnert der Dresdener Teilnehmer der friedlichen Revolution an die dramatischen Ereignisse dieser Zeit. Mit tiefbewegenden Worten schildert Dr. Hans Geisler die Anspannung, Hoffnung und Furcht, in der die Demonstranten lebten und die trotz der Gefahr für das eigene Leben letztlich die Wende einleiteten.Gerade in der folgenden Aufbruchstimmung sei es möglich und auch leichter als in den alten Bundesländern gewesen, neue Strukturen aufzubauen, und hierzu gehört auch die Neuorganisation der Lebensmittelüberwachung in Sachsen. Als Beispiel nannte er insbesondere das organisatorisch gebündelte Landesuntersuchungsamt in Sachsen, in dem die Gleichwertigkeit der drei Fachrichtungen Humanmedizin, Lebensmittelchemie und Veterinärmedizin garantiert ist. Geisler hob das Rotationsprinzip in der Führungsspitze als erfolgreiches sächsisches Modell hervor, von dem er, solange er Minister ist, auch gegen durchaus noch herrschende Widerstände nicht lassen wird.Den Ländern Bayern und Baden-Württemberg dankte er ebenso wie dem Bund für die Unterstützung seiner Arbeit und wünschte den Kolleginnen und Kollegen der Lebensmittelchemie viel Erfolg. Der Minister wurde auf das Problem angesprochen, daß es zwar zwei Säulen des Verbraucherschutzes gibt, jedoch ganz offensichtlich aufgrund personeller und wirtschaftlicher Zwänge nur der gesundheitliche Verbraucherschutz gestärkt wird, während der Schutz vor Täuschung bei vielen in den Hintergrund gerückt wird. Dr. Geisler sagte zu, dies in Sachsen zu überprüfen. |