Bundesverband der
Lebensmittelchemiker/-innen
im öffentlichen Dienst e.V. (BLC)
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Nachrichten aus den Landesverbänden und Fachgruppen

Sachsen

Fortbildung für Sachsens Lebensmittelchemiker/innen

In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Lebensmittelchemie der TU Dresden führt der Verband der Lebensmittelchemiker/innen im öffentlichen Dienst des Freistaates Sachsen im Januar 1999 eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema "Qualitätssicherung für die amtliche Lebensmittelüberwachung" durch.

Der Fortbildungskurs soll die Teilnehmer besser befähigen, die in der Lebensmittel-Hygieneverordnung geforderten Eigenkontrollsysteme der Lebensmittelwirtschaft auf fachlich hohem Niveau zu bewerten und damit die "Kontrolle der Eigenkontrolle" durch die amtliche Überwachung mit dem notwendigen Sachverstand garantieren.

Der Kurs besteht aus 5 Veranstaltungen zu je 6 Stunden und kann dank der Kooperation mit dem Institut für Lebensmittelchemie mit vertretbarem organisatorischen und finanziellen Aufwand realisiert werden. Für das großzügige Entgegenkommen der Institutsleitung wird an dieser Stelle herzlich gedankt.

F. Gründig


Gesundheitswesen in Sachsen - Aufbau und Sicherung -

Regierungserklärung der Sächsischen Staatsregierung vor dem Sächsischen Landtag am 27.05.98
Staatsminister für Soziales, Gesundheit und Familie, Herr Dr. Hans Geisler

Auszug: verdeutlicht den Standpunkt der Sächsischen Staatsregierung zur Lebensmittelüberwachung

Die amtliche Lebensmittelüberwachung muß sich heute neuen Herausforderungen stellen. Dem Hersteller von Lebensmitteln wird mehr Verantwortung übertragen. Er ist zur Eigenkontrolle verpflichtet. Hauptschwerpunkt künftiger Tätigkeit der Überwachungsbehörden wird die Kontrolle der Kontrolle sein. Die Lebensmittelhygieneverordnung räumt diesen Behörden einen größeren Ermessensspielraum ein, verlangt aber gleichzeitig bessere Kenntnisse der Prozeßabläufe.

Die amtliche Lebensmittelüberwachung muß mit ihrem unmittelbaren Bezug zum Gesundheits- und Verbraucherschutz ein elementarer Bestandteil der öffentlichen Daseinsfürsorge und damit eine in allen Teilen hoheitliche Aufgabe bleiben. Die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen wird mit ihrer Akkreditierung bis zum Herbst dieses Jahres für den Bereich der Lebensmittelüberwachung entsprechend den Vorgaben des EG - Rechtes ein Qualitätssicherungssystem aufgebaut haben, das europaweit vergleichbar ist.

Mit der sogenannten Norderweiterung der EU wurde mit 370 Millionen Einwohnern der größte Binnenmarkt der Welt geschaffen, der eine beträchtliche Herausforderung an den Gesundheitsschutz bei Mensch und Tier darstellt. Der Einbettung in diese Dimension muß man sich bewußt sein, wenn es um den Gesundheitsschutz in Sachsen geht. Dem Verbraucher steht ein breites Lebensmittelangebot nicht nur aus dem Gebiet des Binnenmarktes, sondern aus nahezu der gesamten Welt zur Verfügung.

Die öffentlichen Diskussionen um BSE und gentechnisch veränderte Lebensmittel ließen dabei auch die Frage aufkommen, inwieweit der Staat im Rahmen seiner Fürsorgepflicht in der Lage ist, den Schutz der Bevölkerung in erforderlichem Umfang zu gewährleisten. Ich kann hier feststellen, dass die Lebensmittelüberwachungs - und Veterinärverwaltung als Teilbereich des öffentlichen Gesundheitsdienstes, so wie wir sie in Sachsen aufgebaut haben, die Herausforderung bisher nicht nur voll bestanden hat, sondern ihre Struktur auch für die Zukunft die Gewähr bietet für eine ordnungsgemäße Aufgabenerfüllung.


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