Bundesverband der
Lebensmittelchemiker/-innen
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Aus der Arbeit der E.W.F.C. "Food Inspection"

Ein Bericht von Helma Haffke
Am 17. April 1999 fand in Oostende (Belgien) die Generalversammlung der "Food Inspection" (Europäische Arbeitsgemeinschaft der Lebensmittelkontrolle und des Verbraucherschutzes - E.W.F.C.) statt. Der Präsident Jan van der Laan (der im Oktober 1998 auf der Jahreshauptversammlung des BLC Grußworte gesprochen hat) berichtete den mehr als 30 Delegierten über die Aktivitäten der vergangenen 2 Jahre.

Eigentlich hatte 1997 sein niederländische Kollege Jan van der Loo die Position des Präsidenten übernehmen sollen, was jedoch aufgrund verschiedener interner Gründe nicht umzusetzen war. Trotz dieser im Prinzip unvorbereiteten Übernahme der Aufgabe sind die 2 Jahre schnell vergangen. Der Höhepunkt in dieser Zeit war sicher das Symposium in Paris, über das bereits berichtet wurde. Bedauerlicherweise hat der Einstieg ins Internet, das ein hervorragendes Medium zur Verbreitung von Informationen ist, nicht ganz geklappt, so daß der Bericht nur vereinzelt interessierte Kreise, insbesondere im EU-Parlament erreicht hat. Die größten Sorgen, nicht zuletzt auch von Jan van der Laan, waren sicherlich immer die Finanzen.

Inzwischen ist es jedoch gelungen, das 1. Projekt "Leitlinien für eine gute Kontrollpraxis" durch Subventionen der EU zu stützen. Jan van der Laan bedankte sich insbesondere für die intensive Mitarbeit des BLC, des BVLMK und der österreichischen Kollegen. Zusammen mit den niederländischen Arbeitsanweisungen der Kontrollbehörde sind die Arbeiten vorangeschritten und das geplante Ende zum November 1999 ist in Sicht. Nach der Abschlußbesprechung auf der nächsten Sitzung im September in Bonn sollen die Leitlinien in Form einer kleinen Broschüre in 4 Sprachen angefertigt werden.

Ein 2. Projekt mit dem Titel "Umsetzung der Lebensmittelhygiene-Verordnung in Kleinbetrieben" ist ebenfalls von der EU akzeptiert worden. Die Arbeiten dazu werden bald beginnen. Ein 3. Projekt wird z.Z. von den Fleischkontrolleuren aus UK, NL und F geplant.

Es hat immer wieder Probleme mit der Kommunikation gegeben. An diesem Punkt muß zukünftig mehr gearbeitet werden. Wichtig sind daher Personen, die mehrsprachig sind und damit als Bindeglied zwischen den Vertretern der verschiedenen Mitgliedstaaten fungieren können. Jan van der Laan erwähnte hier insbesondere das Ehrenmitglied Fred Mayer (F), sowie Denis Koulman (F) und seinen Landsmann Jan van der Loo, die alle nicht mehr aktiv dabei sind.

Für den neuen Vorstand wird in dieser Hinsicht einiges leichter werden. Insbesondere die Positionen des Generalsekretärs und des Kassierers werden zukünftig von deutschsprachigen Mitgliedern wahrgenommen.

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Da die Präsidentschaft nach dem rotierenden Prinzip erfolgt, übernimmt Angus Lowden aus Großbritanien für die nächsten 2 Jahre die Führungsaufgabe. Als Vizepräsidenten werden benannt: Bernd Weber (Deutschland), Marcel Verger (Frankreich), Marc Vanderhove (Belgien) und Gerrald Embacher (Österreich).

Als Generalsekretär fungieren Andreas Müller (Österreich) , Stellvertreter Helma Haffke (D) und als Kassierer Wilfried Kuck (D), sowie in Vertretung Stephane Touzet (F). Als Beisitzer werden Ron Spellmann (UK) und Franz Schilder (NL) gewählt. Somit ist auch der BLC für die nächsten 2 Jahre aktiv im Vorstand vertreten.

Der neue Präsident Angus Lowden hofft von allen auf Unterstützung für die weitere Arbeit. Diese wird sich zukünftig wohl effektiver gestalten lassen. Man hat sich darauf verständigt, bezüglich der Reisekosten eine Budgetierung einzuführen und als Sitzungsort das "Wienhaus" in Brüssel zu wählen. Der neue Generalsekretär Andreas Müller teilte dazu mit, daß man als österreichischer Beamte die Sitzungsräumlichkeiten entsprechend nutzen kann. Zudem ist dadurch auch die räumliche Nähe zu Einrichtungen der EU gegeben. Die Kontakte nach Brüssel sollten intensiviert werden.

Durch die Akzeptanz der o.g. Projekte ist deutlich geworden, daß der Informationsaustausch auf der Basisebene innerhalb Europas gewünscht wird; nur so lassen sich Gedanken nach Harmonisierung in der EU realisieren.

In der E.A.L.V. sind somit z..Z. Lebensmittelkontrolleure, Fleischkontrolleure und Lebensmittelchemiker aus 6 Mitgliedsländern vertreten.

Kontakte zu anderen Chemikern in Europa bestehen bislang nur vereinzelt. Es gilt Überlegungen anzustellen, wie man hier vorankommt. Soweit bereits jetzt schon persönliche Kontakte bestehen, sollten diese mit einbezogen werden. Die Zusammenkünfte des Vorstands der Food-Inspection sollten auch für workshops unter den Chemikern genutzt werden. Bezüglich der Finanzierung sind möglicherweise EU-Gelder oder Unterstützungen von der EIPA (Karolus 2000) zu erwarten. Ideen hierzu sind willkommen!


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