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Globalisierung der Märkte – Segen oder Fluch für den Verbraucher

 

Duisburger HafenIn den letzten Jahren ist die zunehmende weltweite Verflechtung über alle Bereiche der Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation etc, die Globalisierung, stetig gestiegen. Ursächlich und ermöglicht haben dies der technische Fortschritt, insbesondere in den Kommunikations- und Transporttechnologien, sowie die politischen Entscheidungen zur Liberalisierung des Welthandels. Riesige Konzerne, sogenannte Multis, sind dabei entstanden. Sie verdrängen durch ihren harten Preiskampf viele kleinere, lokal ansässige Unternehmen. Die Globalisierung erweitert das Angebotspektrum bei begrenzter Nachfrage. Dies führt zu massiven Überproduktionen. Den Verbraucher sollte es freuen, er könnte von stark verbilligten Preisen und einem breiten Angebot profitieren. Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage nach der Qualität der Produkte im ständigen Kampf der Firmen um die Gunst der Verbraucher. Der permanente Preisdruck und die Maximierung des Gewinns der Konzerne gehen eindeutig zu Lasten des Verbrauchers. Die Auswirkungen sind sowohl bei einer Vielzahl von Lebensmitteln als auch bei den Bedarfsgegenstände, wie Spielwaren, Bekleidung und Lebensmittelbedarfsgegenständen spürbar (Benzol in Spielwaren, Weichmacher in Puppen, Azofarbstoffe in Babyschuhen, Formaldehyd in Geschirr aus Melamin).

Die Europäische Kommission aber auch der nationale Gesetzgeber tragen eine besondere Verantwortung für den gesundheitlichen Verbraucherschutz. Die erkannten Risiken im Bereich der Lebensmittel als auch im Bedarfsgegenständebereich konnten in gemeinsamer Anstrengung von Behörden des Verbraucherschutzes und der nationalen bzw. europäischen Wirtschaft durch Festlegung von Höchst- bzw. Grenzwerten für gesundheitlich bedenkliche Stoffe in einer Vielzahl von Verordnungen auf ein Minimum gesenkt werden. Einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg haben die regelmäßig durchgeführten Kontrollen und Untersuchungen durch die unabhängige, amtliche Lebensmittelüberwachung.

Aufgrund der Öffnung der Märkte für Drittländer ist das Risiko für den Verbraucher wieder deutlich gestiegen. Dieses ist auch an der stark gestiegenen Anzahl von Schnellwarnmeldungen der EU und den damit verbundenen Rückrufaktionen sichtbar. Eine Handlungsoption ist die vermehrte Kontrolle bei Zolleinfuhren in die EU. Durch Einfuhrkontrollen (einschließlich Untersuchungen) sollen gesundheitlich bedenkliche Lebensmittel oder Lebensmittelbedarfsgegenstände erst gar nicht auf den europäischen Markt gelangen. Diese Einfuhrmaßnahmen stellen einen dynamischen Prozess dar. Grundlage hierfür sind die Häufigkeit und Relevanz der im Rahmen des Europäischen Schnellwarnsystems gemeldeten Lebensmittelvorfälle und die Ergebnisse von Auditbesuchen der EU-Beauftragten in den Drittländern. Beispiele für sicherheitsbedingte, besondere Einfuhrmaßnahmen sind Pestizidüberwachung ausgewählter Obst- und Gemüseprodukte, Mykotoxinkontrolle bei Haselnüssen und Pistazien und Untersuchungen hinsichtlich nicht zugelassenem genetisch verändertem Reis in Reiserzeugnissen.

Duisburger HafenEin weiteres großes Problem stellt derzeit auch der illegale Verkehr von gesundheitlich bedenklichen Nahrungsergänzungsmitteln dar, die z.B. verbotene Arzneistoffe in Schlankheitsmitteln enthalten. Der Vertrieb dieser kritischen Produktgruppe in großem Umfang über das Internet und der fehlende lebensmittelchemische Sachverstand in vielen zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden erschweren eine effektive Kontrolle. Während eine angemessene Überwachung der Lebensmittelangebote im Internet nur bundesweit abgestimmt und einheitlich sowie am ehesten über eine zentrale Stelle erfolgreich sein kann, muss die Einbeziehung lebensmittelchemischen Sachverstands durch die Überwachungsbehörden vor Ort eine Selbstverständlichkeit werden.

 

 

 

 

 

Deshalb fordert der BLC seit langem:

  • Lebensmittelchemiker/-innen in die Überwachungsbehörden vor Ort,
  • bundeseinheitliche Vorgehensweise der Behörden bei Kontrollen und im Falle von Verstößen auch bei den Maßnahmen

Lebensmittelchemiker/-innen in Lebensmitteluntersuchung und –überwachung sind:

  • Experten in Sachen Lebensmitteln, Kosmetika und Bedarfsgegenständen, Lebensmittelrecht und Lebensmittelanalytik
  • Kompetente Berater der Verwaltung, der Politik und der Verbraucher

Diese Pressemitteilung können Sie hier als  PDF-File herunterladen.

 

 

 

Bildnachweis: Duisburger Hafen AG - duisport

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